Kritische WirtschaftswissenschaftlerInnen

„Es muss sich rechnen!“

Ökonomisierung der Gesellschaft?!


Fr-So, 10.-12. November 2006 in Berlin
Seminar in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Post-Autistische Ökonomie

Welchen Stellenwert soll Wirtschaft in der Politik, im öffentlichen Diskurs, in der Wissenschaft einnehmen?
Welche Rolle soll das Ökonomische in meinem Leben spielen, in meinem Beruf? Wie viel gesellschaftliche Relevanz haben Kultur, Natur, Wissen, Glauben, Ästhetik, Mitmenschlichkeit, Gefühle usw. und wie sind sie mit Wirtschaft verbunden?
Welche materiellen und immateriellen Werte soll es in meinem Leben / in unserer Gesellschaft geben?
Welche nicht-wirtschaftlichen Faktoren haben in einem Unternehmen Raum? Wie lassen sich hier exemplarisch wirtschaftliche und nicht-wirtschaftliche Erfordernisse vereinen?

Wir wollen gemeinsam und für jeden persönlich die Grenzen und Möglichkeiten der Wirtschaftswissenschaften an Hand ihres Objekts "der Wirtschaft" in ihrem gesellschaftlichen Kontext heraus arbeiten.

Neben der Vorträge der ReferentInnen aus verschiedenen Disziplinen bzw. Tätigkeitsfeldern, wird eine intensive Lektüre klassischer Textpassagen erfolgen, z.B. von Max Weber, Hannah Arendt und Seneca. Die Ergebnisse werden durch gezielte Diskussion in der Gruppe noch fokussiert.

Zielgruppe:
Das Seminar richtet sich an interessierte Studierende aus ganz Deutschland. Besondere Vorkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich, da rechtzeitig vor dem Seminar ein Reader mit der Seminarliteratur verschickt wird.


 
Flyer
(pdf, 64 KB)
Programm
 
Plakat
(pdf, 2881 KB)
Plakat

Ort:

Freitag: FU Berlin, FB Wirtschaftswissenschaft, Raum 328
Boltzmannstr. 20, 14195 Berlin
Anfahrt:
U3 bis Thielplatz, 11 min Fußweg, oder
S1 bis Sundgauer Str, 15 min Fußweg
- Vom Hauptbahnhof: S9 bis Friedrichstr., dann S1 bis Sundgauer Str, ca. 30 min Fahrtzeit + 15 min Fußweg, oder
- Von Spandau: U7 bis Fehrbelliner Platz, dann U3 bis Thielplatz, ca. 35 min Fahrtzeit + 11min Fußweg

Samstag/Sonntag: Gustav Adolf-Gemeinde Charlottenburg
Herschelstr. 14, 1. Stock, 10589 Berlin
Anfahrt:
Ring-/Regionalbahn oder U7 bis Jungfernheide, 2 min Fußweg
- Vom Hauptbahnhof: RE 4 min bis Jungfernheide (!!fährt selten!!), oder
S9 bis Westkreuz, dann Ringbahn bis Jungfernheide 21 min, je + 2 min Fußweg
- Von Spandau: U7 13 min, oder
RE 5 min (!!fährt selten!!) bis Jungfernheide + 2 min Fußweg

Teilnahmegebühr:
Die bei der Ankunft zu zahlende Teilnahmegebühr beträgt 15 Euro für Materialkosten sowie für Essen und Getränke zwischendurch. Die Mindestgebühr beträgt 5 Euro für einen halben Tag.

Unterkunft:
Private Unterkünfte können organisiert werden – dazu bitte möglichst frühzeitig anmelden!

Anmeldung:
anmeldung.paecon @ web.de


 

Programm:

Freitag, 10. November
16:00 Begrüßung und Einführung
17:30 Vortrag: Sozialethik (Friedhelm Hengsbach, Hochschule St.-Georgen Frankfurt/Main)
20:00 Beitrag von Teilnehmenden: Wirtschaftsethnologie (Yvonne Ungerer)
21:00 Vorstellung des Ak Postautismus
Danach gemeinsamer Kneipenbesuch

Samstag, 11. November
09:30 Vortrag: Unternehmertum und Gesellschaft (Ludwig Paul Häußner, Universität Karlsruhe)
12:00 Beitrag von Teilnehmenden: Max Weber (kriWi Lesekreis)
13:00 Mittagspause
15:00 Vortrag: Soziale Dreigliederung und assoziative Wirtschaft (Christoph Strawe, Institut für soziale Gegenwartsfragen e.V., Stuttgart)
17:30 Arbeitsgruppen
19:30 Ak-Sitzung

Sonntag, 12. November
09:30 Diskussion: Welche Bedeutung haben unsere Ergebnisse für die ökonomische Theorie?
11:00 Vortrag: Die Neuerfindung des Ökonomischen - Ökomie der (Re)Produktivität (Adelheid Biesecker, Universität Bremen)
14:00 Ende des Seminars


 

Dokumentation:

Fotos der Charts im jpg-Format:

Protokoll (.doc, 33KB) von David für die Kritischen Wirtschaftswissenschaftler Potsdam


 

Hinweise der Vortragenden:

Der Vortrag von Adelheid Biesecker korrespondiert mit dem Kapitel 4 des Buches:

  • Adelheid Biesecker, Sabine Hofmeister: Die Neuerfindung des Ökonomischen. Ein (re)produktionstheoretischer Beitrag zur Sozial-ökologischen Forschung. Oekom-Verl., München 2006.

Literaturtipps von Ludwig Paul Häußner:

  • Diether Vogel: Selbstbestimmung und soziale Gerechtigkeit. Die freiheitliche Ordnung von Kultur, Staat und Wirtschaft. Novalis, Schaffhausen 1990.
  • Stefan Leber: ... es mussten neue Götter hingesetzt werden. Menschen in der Entfremdung: Marx und Engels, Cieszkowski, Bauer, Hess, Bakunin und Stirner. Freies Geistesleben, Stuttgart 1987.

 

Literaturangaben zu den ausgeteilten Texten:

  • Hannah Arendt: Vita activa oder Vom tätigen Leben, Piper, München 2005 (Chicago 1958), S.38-47.
  • Karl Jaspers: Die geistige Situation der Zeit, Sammlung Göschen, Berlin 1965 (Basel 1931), S. 29-32.
  • Dirk Kurbjuweit: Unser effizientes Leben. Die Diktatur der Ökonomie und ihre Folgen, Rowohlt, Reinbek 2003, S. 178-186.
  • Lucius Annaeus Seneca: Von der Kürze des Lebens, philosophischer Dialog X., um Christi Geburt.
  • Daphne de Marneffe: Die Lust, Mutter zu sein. Liebe, Kinder, Glück, Piper, München 2005, S.15-31. (entnommen aus: Lilo Göttermann (Hg.): Denkanstöße 2007, Piper, München 2006, S. 185-199.)
  • Max Weber: Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus, Area, Erftstadt 2005 (Heidelberg 1904/05), S.159-162.

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