Kritische WirtschaftswissenschaftlerInnen

Das Menschenbild des Homo Oeconomicus

Bericht vom 1. Treffen am 16. Januar 2004

Das Thema der Sitzung war "Der Homo oecomonicus". Ich hatte dazu einen Text über das Menschenbild der Ethnologie vorbereitet; im Anschluss haben wir darüber diskutiert und sind zu generellen Überlegungen über die Möglichkeit und die Sinnhaftigkeit der mikroökonomischen Konsumententheorie vorgestoßen - also: Sind Entscheidungen rational? Kann man wirklich von Nutzen und Präferenzen reden? Verändern sich diese nicht ständig und sind damit zu komplex und zu irrelevant, um erfasst zu werden? Benötigt eine Wirtschaftstheorie eine Nutzen- oder Präferenzentheorie oder geht es auch ohne? usw.

Für die nächste Sitzung haben wir verschiedene relativ kurze Artikel herausgesucht, die jeweils ein Referent vortragen wird. Das Thema ist "Der Homo oeconomicus II" - diesmal wird es aber mehr um Kritik an diesen Konzepten innerhalb der Volkswirtschaftslehre gehen. Die Sitzung findet am Fr., 23.01.2004 um 16 Uhr in der Cafeteria der Garystraße statt. Wir bitten um zahlreiches Erscheinen!

i.A. Martin



 
Das Menschenbild der Ethnologie
(pdf, 83 KB)
Text zum 16. Januar 2004

Bericht vom Treffen am 23. Januar 2004

Diesmal waren wir immerhin schon 7 Leute und es ging erneut um den "homo oeconomicus". Nach einem kurzen Rückblick, was in der letzten Woche besprochen wurde, redeten wir hauptsächlich über 2 Texte.

Zunächst wurde der Versuch unternommen den modernen h. o. vorzustellen und die zentralen Annahmen, die dahinter stehen, darzulegen. Dies geschah anhand des Buches "homo oeconomicus" von Gebhard Kirchgässner. Dabei konnten allerdings nicht alle Unklarheiten ausgeräumt werden. Demnächst soll an diesem Ort eine Zusammenfassung dieses Modells erscheinen.

Der 2. von uns ausführlicher diskutierte Text war ein Aufsatz von Arrow(?). Dieser kritisiert das Modell des h.o. und schlägt als mögliche Alternative, da Sozialwissenschaften eine "Reaktionentheorie" benötigen, die "Gewohnheitsbildung" beim Menschen zu untersuchen vor. Die zentralen Kritikpunkte habe ich leider nicht mehr im Kopf. Vielleicht kann Eugen diese noch einmal auflisten, wenn er dazu kommt.

Nächste Woche werden wir uns noch einmal mit dem h.o. beschäftigen. Dazu sind noch einige Texte vorhanden, die vorgestellt werden sollen. Unsere Arbeitsweise wollen wir zunächst einmal so beibehalten. Nächstes Treffen ist am 30.01, 16:00 Uhr Cafeteria.

i.A. David Stenzel



Freitag, den 6. Februar 2004

kamen noch einmal ein paar von uns zusammen um über die weitere Vorgehensweise nachzudenken. Einig sind wir uns, dass dieses Semester kein weiteres Treffen mehr stattfindet, da im Moment sowieso jeder anderes um die Ohren hat. Doch wie machen wir weiter?

Angedacht ist, dass die Semesterferien genutzt werden um weiterzuarbeiten bzw. um vorbereitende Arbeit für das kommende Semester zu leisten. Z.B. in Form einer Literaturliste oder eines anderen Plans was im Sommer stattfinden oder gelesen werden soll. Themen sind dazu noch keine gefunden. Die Diskussion ist eröffnet und findet am besten über den Mailverteiler statt.

Ideen gab es folgende: Das post-autistic economics network genauer beleuchten, Wachstumstheorien hinterfragen... Die Meinungen und Wünsche aller Interessierten sind gefragt.

Alles Gute David



 
Autistische Ökonomie
(pdf, 176 KB)
Zur Kritik der herrschenden VWL. Von Otto Nigsch

20.-23. Mai 2004

"Autismus der Wirtschaftslehre überwinden"
Erste Frühjahrstagung des Arbeitskreis Post-Autistische Ökonomie in Heidelberg: „Versagen der Wirtschaft?“

 
Positionspapier
(pdf, 63 KB)
Paecon

Presseerklärung
(pdf, 115 KB)
zur Frühjahrstagung

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